Finkenwerder bekommt Pflegeberatung
9. Februar 2010 | Von Patrick Jung | Kategorie: SPD vor OrtRegelmäßige Sprechzeiten des Pflegestützpunktes Mitte im Kundenzentrum
Finkenwerder / Initiative von SPD und GAL startet im März 2010
Was tun, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird? Eine schnelle und kompetente Beratung ist dann besonders wichtig – und diese soll es in Kürze auch auf Finkenwerder geben. Die rot-grüne Koalition im Bezirk Hamburg-Mitte hat sich vergangene Woche darauf verständigt, dass der Pflegestützpunkt Mitte künftig regelmäßige Beratungs- und Sprechzeiten im Kundenzentrum am Steendiek abhalten wird. Das teilten die Bezirksabgeordneten Ralf Neubauer (SPD) und Karin Zickendraht (GAL) mit.
Im vergangenen Jahr wurde, nachdem der Bundestag zuvor ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hatte, bundesweit mit dem Aufbau von Pflegestützpunkten begonnen. Pflegestützpunkte beraten und helfen Pflegebedürftigen und deren Angehörigen in allen Fragen rund um das Thema Pflege. So erstellen sie auf Wunsch individuelle Bedarfs- und Versorgungspläne, koordinieren ein wohnortnahes medizinisches, pflegerisches und soziales Angebot, helfen beim Ausfüllen von Formularen sowie in allen Finanzierungsfragen, einschließlich der Bewilligung von Leistungen. Konkret geht es nicht selten um Fragen zur Pflege in den eigenen vier Wänden (etwa dem Umbau in eine seniorengerechte Wohnung), aber – bei Bedarf – auch um zügige Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Heimplatz. Auch in Fragen, die sich bereits vor der eigentlichen Pflegebedürftigkeit stellen, helfen die Pflegestützpunkte weiter.
Seit Sommer 2009 gibt es auch für den Bezirk Hamburg-Mitte einen Pflegestützpunkt, angesiedelt beim Gesundheitsamt am Besenbinderhof in St. Georg. „Viel zu weit weg für Finkenwerder, obwohl es hier durchaus auch einen Bedarf für eine solche Beratung gibt“, fanden der Finkenwerder SPD-Bezirksabgeordnete Ralf Neubauer und seine GAL-Kollegin Karin Zickendraht. Sie setzten sich daher erfolgreich für eine Beratungs- und Sprechzeit auf Finkenwerder ein. Ab März 2010 soll diese zunächst monatlich im Kundenzentrum Finkenwerder stattfinden, bei Bedarf dann auch häufiger. Zusätzlich können Betroffene jederzeit einen individuellen Termin oder auch Hausbesuche vereinbaren.


