Aldi-Fläche: „Spielhalle ist ausgeschlossen“

28. Januar 2011 | Von Patrick Jung | Kategorie: Regionalausschuss

Die Finkenwerder SPD ist Befürchtungen entgegengetreten, auch in der bisherigen Aldi-Filiale an der Rudolf-Kinau-Allee könnte eine Spielhalle auf den Discounter folgen. Ein solches Schicksal hatte seinerzeit die 2005 geschlossene Aldi-Filiale am Köhlfleet Hauptdeich erlitten.

„Der Bebauungsplan Finkenwerder 19 sieht die Rudolf-Kinau-Allee als allgemeines Wohngebiet vor. In allgemeinen Wohngebieten sind sogenannte Vergnügungsstätten, wie Spielhallen, nach der Baunutzungsverordnung aber nicht erlaubt“, so der Finkenwerder SPD-Bezirksabgeordnete Ralf Neubauer (29). Zwar seien dort sogenannte „nicht störende Gewerbebetriebe“ denkbar, Spielhallen würden jedoch nach ständiger Rechtsprechung als „störanfällig“ eingestuft. „Eine Spielhalle in der Rudolf-Kinau-Allee ist daher ausgeschlossen“, erläutert Neubauer. Anders habe es sich seinerzeit am Köhlfleet Hauptdeich verhalten: Die dortige Spielhalle befinde sich in einer als Gewerbegebiet ausgewiesenen Fläche.

Verhalten optimistisch zeigte sich Ralf Neubauer hinsichtlich der Frage, ob nach der Schließung der Aldi-Filiale am kommenden Montag wieder ein Nahversorger für die Ladenfläche gewonnen werden kann. „Wir können die Eigentümerin natürlich nicht zwingen, wieder an einen Nahversorger zu vermieten, allerdings hat der Bezirk ihr gegenüber deutlich gemacht, dass das wichtig und richtig wäre“, so der Finkenwerder SPD-Chef. Die Eigentümerin habe ihrerseits einen Makler damit beauftragt, einen neuen Mieter für die Fläche zu finden. Derzeit gebe es zwei Nahversorger als Interessenten. „Die Wirtschaftsförderung im Bezirksamt ist am Ball“, so Neubauer.

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